Strasser vs. Schoch - Sagenhaftes Rennen - kurz vor dem Finish (MESZ 04.00 Uhr / 22.06. - Schoch wird gleich im Ziel sein.......)
Rückblende:
Video von: http://www.youtube.com/watch?v=3Csjbvu2s7M&feature=related
Etwa 200km / 250 km vor dem Ziel:
Noch etwa 200...Christoph Strasser incl. Zeitgutschrift noch ca. 30
Minuten vor Reto Schoch. - Morgen früh gegen 5.30 Uhr MESZ wird der
Sieger der Solo Männer feststehen....
21.06.2012 - 21.40 MESZ
Beide liegen gleich auf.
Christoph Strasser verliert auf dem letzten Teilstück genau 43 Minuten. Dies entspricht explizit seinem Vorsprung, welcher er mit dem einberechneten Zeitbonus noch inne hatt!
21.06.2012 - 21:47 MESZ Nun hat sich das Momentum klar zu Gunsten von
Reto Schoch gekehrt, denn der ist schnell unterwegs, während Strasser
regelmässig Zeit verloren und inzwischen die gesamte Reserve
aufgebraucht hat.
21.06.2012 - 21:46 MESZ Leute,
was für ein Fight! Nicht ein paar Minuten und Runden wie beim Boxen,
oder ein paar Sätze bei Nadal-Federer, sondern ein 8 Tage langer
Nonstopkampf zweier burtalharter und besonders leidensfähiger Athleten.
Zwei intelligente Sportler, die die eigenen Emotionen und den eigenen
Körper unter Kontrolle haben und natürlich gleichzeitige über je ein
hervorragendes Betreuerteam verfügen.
Race Across America - Zweikampf an der Spitze (Battle Schoch / Strasser)
Video von: https://www.youtube.com/watch?v=ANG6Bjvpkdg&feature=relmfu
Und weiter geht´s auch am Mississippi:
Video von: https://www.youtube.com/watch?v=0my7If-9zas&feature=relmfu
Und auf der Website von Reto Schoch erfahren wir folgendes:
RAAM Bericht 18.06.2012
18. Juni 2012
Ein Tag wie ein Krimi: Reto ist
nach 90-minütigem Schlaf um 2 Uhr geweckt worden, als bereits Christoph
Strasser an unserem Camper vorbei kurvt.
Strasser ist weder überseh- noch
überhörbar, wird er doch einerseits von einer riesigen Scheinwerferwand
des Followcars bestrahlt und andererseits mit Musik oder Text beschallt.
Die Hitze sei nicht Strassers Ding, so fährt er vorwiegend in der
Nacht. Die Beiden haben sich heute einige «Scharmützel» geliefert, bis Reto am Berg dann wieder locker davon zog.
Reto
meistert seine Erstteilnahme genial. Er mobilisiert unglaubliche Kräfte
und hat heute den legendären Mississippi passiert – an der Spitze!
Gemäss Statistik sollte Reto damit auch das Rennen zu Ende fahren
können. Und es liegt nach wie vor eine Spitzenzeit drin. Bis zu unserem
aktuellen Standort in Greenville hat Reto nun in 5 ½ Tagen 3‘337 km
abgeradelt, einfach unglaublich! Durch das horrende Tempo ist auch
das Team weiter gefordert: Schlaf gibt es nur noch stundenweise, alles
ist auf den Support von Reto ausgerichtet. Die Müdigkeit ist natürlich
auch im Team spürbar. Wir reisen hier durch wunderschöne Landschaften. „Dank“ fehlendem Internetzugang haben wir aber keine Möglichkeit, die Bilder von hier aus auf das Netz zu legen.
Ob es zum Sieg reichen wird? Wir wissen es nicht – aber wir geben alles!
Auch heute Nacht rissen wir Reto um 2 Uhr wieder aus seinem 90-minütigen Tiefschlaf und setzten ihn aufs Bike.
Grundsätzlich verlief das meiste
wie inzwischen gewohnt. Wir hatten uns auch recht gut an den langen
Nachtfahrmodus von 19:00 - 08:00 Uhr gewohnt. Der Tag war heute durch
die hohe Luftfeuchtigkeit ausserordentlich heiss. So hat Reto nach 6
Renntagen nun 70 Liter Flüssigkeit getrunken und 50‘000 kCal geschluckt,
alles von unseren Betreuern im Followcar zubereitet. Die Festnahrung
wird im Camper gekocht und dann dem Followcar mitgegeben. Es ist nach
wie vor unglaublich, mit wie viel Power Reto während 21 ½ Stunden in die
Pedalen tritt. Und winkt ihm jemand am Strassenrand, so hat er immer
ein Lächeln übrig oder winkt zurück. Ja, es gibt Leute, die nachts um 3
Uhr an der Strasse stehen und ihm zurufen.
Die Hitze hat heute
unseren Kühlschrank im Followcar geschafft, Kurzschluss. So waren wir
auch mit dem Herbeiführen von Eis beschäftigt. Eine unglaubliche Story
ereignete sich dann an der Timestation 39, Bloomington. Bis anhin waren
vielleicht 4 Timestations bedient. Die Betreuer der Timestation haben
jedoch keinerlei Funktion für das Rennen, offerieren uns aber Getränke
oder Früchte und zweimal verwöhnten sie uns gar mit einem eigens
aufgestellten Pool. In Bloomington war das ganze Strassennetz des
Timestation-Häuserblocks im Umbau. Wir fuhren daher nur eine Ecke des
Häuserblocks an und dann weiter Richtung Ost. Das war dann ein
gefundenes Fressen für die Spione des Strasser Teams, die dieses
Verhalten dem Headquater mitteilten. Nach 6,8 weiteren Meilen wurden wir
von Marshals eingeholt, mussten Reto ins Auto packen und zurück zum
Häuserblock fahren. Dies, da der Präsident des RAAM Reto persönlich
begrüssen wollte. Unsere Freude hielt sich aber in Grenzen, wir verloren
45 wertvolle Minuten :-)
Nun sind die beiden Rivalen wieder sehr
nahe beisammen. Strasser erkämpfte sich für das abendliche Gewitter vom
Sonntag gar eine Zeitgutschrift von 75 Minuten, da die Strasse gesperrt
gewesen sei. Auch wir konnten damals bekanntlich nicht mehr weiter
fahren. Doch wir vertrauen auf die nahenden Apalachen und werden das
Rennen sportlich austragen.
Absolut beeindruckend!!! Nick Wallenda überquert die Niagara-Fälle!!
Als erster Mensch hat der US-Artist Nik Wallenda die
Niagarafälle an ihrer gefährlichsten Stelle auf einem Drahtseil
überquert. Hoch konzentriert balancierte er die 330 Meter von der
amerikanischen auf die kanadische Seite - tief beeindruckt vom
grandiosen Blick, der sich ihm bot. (Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/niagara112.html)