Christoph Strasser war letzten Endes (siehe die Blog-Einträge) zuvor immer noch sehr schnell unterwegs benötigte aber insgesamt fast 3 Stunden länger als
Reto Schoch.
Grafik von: http://www.retoschoch.ch/uploads/tx_kipageproperties/2012_Saentis_News.jpg
Verfolgen Sie dieses sagenhafte Rennen in den vorherigen Blog-Einträgen zum RAAM 2012.
Reto Schoch bzw sein Team stellten unterwegs die Berichterstattung ein - hier ein Bericht aus der Retrospektive:
Doch auch in
Keyser (West Virgina) war noch keine Entscheidung gefallen, Strasser lag
wenige Minuten hinter Reto. Was heisst da aber hinter Reto: erstens war
Strasser 29 Minuten später gestartet und zweitens hatte er die
„gewittrige“ Zeitgutschrift von sage und schreibe 75 Minuten auf sicher.
Reto musste also mindestens einen Vorsprung von 104 Minuten
herausfahren. So quälten wir uns mit dem Gedanken ebenfalls einen
Zeitbonus zu erwirken, da wir ja nach Jefferson City an eine
Strassensperrung kamen (wir lagen ja zu 95% an der Spitze). Dort
rekognoszierten wir die Umfahrung und informierten das Headquater – was
uns einige Zeit kostete. Wir verwarfen dann aber diese Gedanken erneut
und setzten voll auf Reto und die Apalachen. Es kann und darf ja nicht
sein, dass ein Rennen über 4‘800km durch administrative Winkelzüge
entschieden werden kann. Und in den Appalachen passierte dann auch die
gewünschte Selektion. Reto flog beinahe auch die steilsten, nie enden
wollenden Hügel hinauf um oben in einem riesigen Tempo wieder
hinunterzurasen – bei Tag und Nacht. Im Followcar hatten wir alle Mühe,
bei den Abfahrten dicht an Reto zu bleiben, denn er war auf unser Licht
angewiesen. Doch 104 Minuten Vorsprung herauszufahren ist definitiv
hart. Plötzlich fiel uns auf, dass wir nicht mehr von Strasser-Leuten
beschattet wurden. Und das konnte nur eines heissen, er kann nicht mehr
mithalten. Reto schoss dennoch unentwegt auf und ab – war aber dann doch
bereit, kurz nach Mitternacht einen letzten 90-minütigen Schlaf zu
riskieren. Unser Vorsprung wuchs von Timestation zu Timestation
kontinuierlich an. Wir waren aber dennoch unseres Sieges längst nicht
sicher, denn Reto schlug ein so horrendes Tempo an, dass wir zweifelten
ob er das bei feuchten 36°C schadlos durchhalten konnte......."
Quelle:
http://www.retoschoch.ch/news/news-detail/artikel/raam-bericht-22062012.html
Grafik shows Trix Zgraggen / von:
http://www.trixzgraggen.ch/download/45/box_column/1413_21710_to1_8421.jpg
Bei den Frauen gewann
Trix Zgraggen das Solo-Rennen.
Tolle Leistung! Lange lag Sie auf Rekordkurs, zum schluss fehlten etwas die Kräfte. (Allerdings: Viele Männer aus der Solo-Wertung werden hinter ihr ins Ziel kommen....davon sind einige aktuell noch unterwegs !! Hut ab!! - Die Frauen / Solo-Wertung starten früher - durch die zweitversetzten Starts und auch die verschiedenen Zeitzonen sind unterwegs "Hochrechnungen" manchmal etwas ungenau )
"Trix Zgraggen gewinnt das längste und härteste Radrennen der
Welt, das Race Across America (RAAM), überragend. In unglaublichen 10
Tagen, 13 Stunden und 59 Minuten hat sie die Strecke von rund 4800
Kilometern und 51'000 Höhenmeter quer durch Amerika beendet. Dabei hat
die zierliche Urnerin auf die zweitplatzierte Kanadierin Joan Deitchman
bis anhin einen Vorsprung von rund 44 Stunden herausgeholt und ist den
meisten Männern um die Ohren gefahren.
Die abschliessenden Etappen des Race Across America sind hart. Trix
Zgraggen kämpft sich Meile um Meile dem Ende entgegen. 80 Kilometer vor
dem Ziel sagt sie: „Die 200 letzten Meilen waren die bisher Schlimmsten
vom ganzen RAAM, ich fühle mich nun, als wäre ich besoffen.“ In diesen
Stunden macht Trix unvorstellbare Grenzerfahrungen. Noch während der
Fahrt meint sie auf die Zähne beissend: „Es ist schon schwer, aber es
geht.“
Von Oceanside, Kalifornien her kommend, durch insgesamt 12 Bundesstaaten
ist Trix durch 40 Grad heisse Wüsten, über 3000 Meter hohe Pässe und
auf scheinbar endlosen Strassen nach Annapolis, Maryland gefahren -
ständig begleitet von ihrem Pacecar. Die Pacecarcrew verpflegt,
navigiert und motiviert sie den ganzen Weg durch. Rund um Trix ist
gesamthaft ein Team von zwölf Personen nach Amerika gereist. Sechs
Betreuer für den Pacecar, ein Koch, zwei Fahrer für das Motorhome und
drei Medienleute......."
Quelle:
http://www.trixzgraggen.ch/home/page.aspx?page_id=4675
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